Freitag, 24. März 2017

Friday - Flowerday # 12/17






















                                             Wenn draußen vor den Fenstern ein wahrer Blütenrausch tobt,
muss ich im Innern schon Einiges aufbieten,
um quasi dagegen zu halten.
 Also gibt es heute ganz außergewöhnliche Blumen:























                                                                               Floribundarosen, feinst gefältelt...

























                                                                        und Crispa - Tulpen, feinst gefranst.
























                                           Ihnen zu Füßen liegt ein kleiner Kranz mit Weidenkätzchen & Moos.























So schön!


Diesen Blumengruß 
schicke ich an einen der liebenswürdigtsen Menschen,
den ich kenne.
Happy birthday to you!






Verlinkt mit Holunderblütchen®

Donnerstag, 23. März 2017

Great Women # 95: Aretha Franklin


Von meiner Leidenschaft für Soul habe ich schon manches Mal in der Einleitung zu diversen Great- Women -Posts erzählt. Die Bekanntschaft mit dieser Musik in den Musikclubs amerikanischer GIs in der deutschen Provinz gehört mit zu den einschneidendsten Erlebnissen meiner Teenagerzeit. Noch heute reißt es mich vom Sofa, wenn ich soul music im Radio höre. Eng verbunden mit dieser Musik ist für mich aber auch immer der Kampf der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung und für Gleichberechtigung gewesen. Und angesichts des um sich greifenden Rassismus ist das gesungene „Manifest des schwarzen Befreiungskampfes“ ( "Die Zeit" hier ), der Otis-Reding-Titel von 1965 "Respect", wieder ganz schön aktuell geworden. Gesungen wurde er von der damals 25jährigen Gosplsängerin Aretha Franklin, die am Samstag ihren 75. Geburtstag feiern kann.




Aretha Louise Franklin erblickt also am 25. März 1942 als Tochter von Barbara Siggers und des bekannten Baptistenprediger Clarence LaVaughn Franklin in Memphis, Tennessee das Licht der Welt. Die Mutter ist eine begabte Gospelsängerin & Pianistin, der Vater als Wanderprediger besonders erfolgreich, weil auch er über eine gute Gesangsstimme verfügt und es ihm leicht fällt, im Verlauf des Gottesdienstes vom Sprechgesang zum Gesang überzugehen. Er ist einer der ersten, der seine Predigten auch auf Platten herausbringt.

Arethas Eltern haben außer ihr noch drei weitere gemeinsame Töchter: Erma, Cecil & Carolyn.

Als sie zwei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Buffalo, New York, drei Jahre später nach Detroit, Michigan, wo der Vater als Pastor die New Bethel Baptist Church übernimmt. Im Chor dieser Kirche singt Aretha mit ihren beiden Schwestern Carolyn und Erma.

Ein Jahr nach dem Umzug nach Detroit trennt sich die Mutter vom Vater, weil sie seine Seitensprünge nicht mehr ertragen kann, und kehrt mit ihrem Sohn aus einer anderen Beziehung nach Buffalo zurück. Im Sommer kann sie Aretha dort besuchen. Vier Jahre später stirbt die Mutter kurz vor Arethas 10. Geburtstag an einem Herzinfarkt. Ihre Großmutter Rachel Franklin wechselt sich von da an mit Mahalia Jackson in der Betreuung der Franklin - Kinder ab.

Arethas musikalische Fähigkeiten zeigen sich schon früh, und sie wird als Wunderkind angesehen, weil sie nach Gehör Klavier spielen lernt ( sie kann keine Noten lesen ). Außerdem verfügt sie über eine kraftvolle Stimme, mit der sie in der Gemeinde ihres Vaters singt. 

Mit ihrem Vater
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Aber nicht nur das kirchliche Leben prägt sie, auch das kulturelle, denn die New Bethel Baptist Church ist damals ein Epizentrum der afroamerikanischen Musik. Die junge Aretha sitzt quasi auf der Treppe und lauscht, wie Art Tatum und Nat "King" Cole Klavier spielen. Oscar Peterson, Duke Ellington, Della Reese, Ella Fitzgerald, Billy Eckstine und Lionel Hampton kommen zu Besuch. Dinah Washington trainiert mit den Mädchen Gesang. Und der ehrwürdige James Cleveland, ein Säulenheiliger des Gospelgesangs, zeigt ihr, wie man Gospelakkorde spielt. Die Kinder in der Nachbarschaft sind Diana Ross, Smokey Robinson und einige weitere, die später Motown ausmachen.

Aretha prägt jedoch nicht nur ein rein religiöses und musikalisches Erbe: Das Haus der Franklins gilt als ein Hort der Bürgerrechtsbewegung, seit es der Vater nach der Ermordung von Emmett Till im Jahre 1955 für diese geöffnet hat. Als Dr. Martin Luther King nach Detroit kommt, wohnt er natürlich bei den Franklins. ( 1963 wird der Vater King auch helfen, den "Walk To Freedom" durch die Innenstadt von Detroit zu organisieren. )

 Mit Cholly Atkins (1961)
Aretha begleitet den Vater auf seinen "gospel caravan tours" durch die Staaten. Ihre frühesten Gesangsaufnahmen stammen von 1956. Das ist das Jahr, in dem Aretha auch das erste Mal Mutter wird - das Vagabundenleben, welches sie mit ihrem Vater teilt, lässt sie ein erwachseneres Leben führen als die behüteter aufwachsenden Mädchen ihres Alters. In der Gospelmusik-Szene herrscht eine freizügige Atmosphäre. 

Auf Sohn Clarence folgt zehn Monate später ein weiterer Sohn, Edward. Aretha verlässt daraufhin die Schule, überlässt die Kinder der Obhut ihrer Großmutter & der Schwester Erma und treibt eine Gesangskarriere voran ( seit 1956 hat sie einen Plattenvertrag ).


Mit Ted White (1961)
Eigentlich tief verwurzelt in der spirituellen Musiktradition, sehnt sich Aretha nach größeren Bühnen, erklärt mit achtzehn ihrem Vater, dass sie lieber populärere Musik machen will. Der Vater hält weltliche Gesangeskunst glücklicherweise nicht für Teufelswerk und gibt seinen Segen. Und so reist Aretha nach New York, wo sie - von mehreren Plattenfirmen umworben - bei Columbia Records einen Vertrag unterschreibt. Das erste Album "Aretha. With The Ray Bryant Combo" kommt im Jahr 1961 heraus. Der Choreograph Cholly Atkins soll sie "coachen", damit ihre Auftritte professioneller und "popiger" werden. Eine erste Single landet bei Billboard auf Platz 100, eine zweite dann schon auf Platz 37. Am Ende des Jahres 1961 wird Aretha als "new-star female vocalist" im "Down Beat Magazine" gefeiert.

1961 heiratet sie auch Ted White, von dem sie 1964 einen weiteren Sohn, Ted White jr., bekommt ( und von dem sie sich acht Jahre später scheiden lässt ) - "a jumped-up street hustler who abused her", charakterisiert ihn "The New Yorker". Wie bei vielen anderen Sängerinnen, über die ich an dieser Stelle schon geschrieben habe, übernimmt der Ehemann den Managerjob - mit allen fürchterlichen Konsequenzen: Er betrachtet sie als sein Ticket zu einem größeren Bankkonto, versucht sie umzuformen und bringt sie in Kontakt mit dem Alkohol als Problemlöser.

Im Jahr 1962 veröffentlichte Columbia zwei weitere Alben, vier weitere folgen 1963/64. Sie enthalten viele Titel, die dem "Great American Songbook" zuzuordnen sind, wie "Skylark":


John Hammond von Columbia Records, der Billie Holiday und Count Basie zu ihren Karrieren verholfen hat, hat im Kopf, dass Aretha der nächste große Jazz-Star sein soll. Doch zu diesem Zeitpunkt entspricht das nicht mehr dem Geschmack der Zeit.

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Erst 1966, als es zu einer Zusammenarbeit mit Jerry Wexler und Ahmet Ertegun bei Atlantic Records kommt, kann Aretha sich stylistisch verändern und in Richtung Rhythm & Blues gehen : "I don’t think that in any matter I did the Lord a disservice when I made up my mind two years ago to switch over. (... ) After all, the blues is a music born out of the slavery day sufferings of my people”, sagt sie in einem Interview damals.

Ihre erste Platte für Atlantic - aufgenommen in einem Studio in Alabama - zeigt, dass sie das amerikanische Songbuch nun hinter sich zurückgelassen und die richtige Mischung aus Gospel und Blues gefunden hat. Mit dem Album "I Never Loved A Man The Way I Love You" wird sie als die größte Stimme in der populären Musik gefeiert. Damit leitet sie auch die produktivste und kommerziell erfolgreichste Periode ihrer Sangeskarriere ein: Zehn Grammy Awards erhält sie während ihrer Zeit bei Atlantic für Werke, die sie auch co-produziert.

In dieser Zeit kommt Aretha allerdings auch an das Ende ihrer Kräfte: Ein Leben als Star, Mutter und Tochter eines sehr umtriebigen, impulsiven Vaters in Tagen des politischen Aufruhrs & Umbruchs verlangen ihr viel ab:

Ihre beiden erfolgreichsten Alben "Lady Soul" und "Aretha Now" veröffentlicht sie 1968. Es ist das Jahr, in dem Martin Luther King ermordet wird. Bei seiner Beerdigung im April wird Aretha gebeten, Thomas Dorseys "Precious Lord" zu singen. Sie gilt jetzt als eine zentrale Stimme der "Black Community" und ist ein Star in der popmusikalischen Welt - ein Cross-over, der nicht einfach ist.


1969 kommt es dann in der Kirche ihres Vaters zu einer Schießerei mit der Polizei und Mitgliedern einer radikalen Organisation namens "Republic New Africa", denen der Vater Unterschlupf gewährt hat. Als sie bei einem Konzert "Respect" anstimmen will, gelingt es ihr nicht, und das Konzert muss abgebrochen werden. Der Veranstalter begründet es mit "einem Nervenzusammenbruch wegen extremer persönlicher Probleme."

Die kommen tatsächlich auch noch hinzu: Nach der Scheidung von Ted White erwartet Aretha von ihrem neuen Gefährten, Ken Cunningham, einen vierten Sohn, Kecalf, der Ende März 1970 zur Welt kommt. Trotzdem erreicht sie 1971 den Höhepunkt ihrer Karriere mit mehreren Grammys und Hits wie "Spanish Harlem", für die sie eine Gold Single erhält für einen Umsatz von mehr als einer Million. Im März spielt sie im Fillmore West, dem ultimativen Hippie-Veranstaltungsort in San Francisco, und dort merkt man, dass Aretha sich schon wieder auf einem neuen Trip befindet :



Auch wenn die Aufnahme zu wünschen übrig lässt: Alleine, wie sie die Eröffnungs-Akkorde von Paul Simons "Bridge Over Troubled Water", anlegt, "weaving hypnotic gospel phrases between her backup singers", wird deutlich, dass sie zurück zu ihren Wurzeln kehrt.

Das tut sie noch im gleichen Jahr bei ihren "Amazing Grace" - Konzerten in Los Angeles, die sich auf Platte über zwei Millionen Mal verkaufen. Aretha bringt ihren Detroiter Mentor, den Reverend James Cleveland, dazu, zu singen und Klavier zu spielen, und den Pfarrer Alexander Hamilton den "Southern California Community Choir" zu leiten. Sie singt all die Lieder, die sie zum ersten Mal als Mädchen gesungen & aufgenommen hat. Und es gibt eine zehnminütige Version von "Amazing Grace",  teils als Gesang, teils als Predigt, wie es nur jemand kann, der in der Tradition ihres Vaters steht.

Mit Ehemann Glynn Turman & Sohn Kecalf (1978)
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Doch die Zeiten ändern sich: Aretha verliert nach und nach die Tuchfühlung mit ihrer Soul - Pop Zuhörerschaft, denn sie beginnt sich dem Disco - Genre, dem neuen Mainstream, zuzuwenden. Ihre Alben sind ab 1975 keine großen Verkaufserfolge mehr. Ihren letzten Top - 40 - Hit hat sie mit "Something He Can Feel".

"She was afraid she wasn’t good enough as a singer, pretty enough as a woman, or devoted enough as a mother. I don’t know what to call it but deep, deep insecurity", äußert sich ihre Schwester Carolyn über jene Zeit. Sie ist eifersüchtig auf andere erfolgreiche Sängerinnen wie Barbra Streisand, Diana Ross ( die im Film die Billie Holiday verkörpern darf ), Roberta Flack, Natalie Cole oder Gladys Knight und befürchtet, dass sie ihr den Titel "Queen of Soul" streitig machen.

Private Änderungen sollen sie stabilisieren: 1978 heiratet sie zum zweiten Mal, Glynn Turman, einen Schauspieler & Schauspiellehrer. Doch auch in dieser Beziehung muss sie entdecken, dass er mehr Verehrerinnen hat, als ihr Ego verkraften kann. Und schon bald muss sie ihre eigenen Seifenopern erfinden und der Presse verkaufen, um sich selbst zu suggerieren, dass sie glücklich sei. Auch diese Ehe wird wieder geschieden, 1984, und Aretha flieht zurück in das Haus ihres Vaters in Detroit.

Der liegt bereits seit fünf Jahren im Koma, nachdem er 1979 sechs Einbrecher in seinem Haus überrascht hat. Dabei ist es zu einer Schießerei gekommen in deren Folge eine Kugel die Femoralarterie zerfetzt hat. Im Juli 1984 stirbt Clarence LaVaughn Franklin.

Nach all diesen Erlebnissen erscheint es mir unfassbar, dass eine Frau so viel Power ausstrahlen kann wie Aretha bei ihrem Auftritt in dem Hit-movie "The Blues Brothers" von 1980 :


Das ist auch das Jahr, indem sie Atlantic Records verlässt und zu Arista Records wechselt. Die Rechnung scheint aufzugehen, denn zum ersten Mal nach sieben Jahren kehrt sie 1982 mit dem Album "Jump to It" in die Liga der vergoldeten Schallplatten zurück. Und 1985 veröffentlicht sie mit "Who's Zoomin Who?" wieder ein Platin - Album. Ihr Duett mit George Michael ist darauf zu finden:


Aretha is back! Auch in meinem musikalischen Kosmos mit ihrem Duett mit Annie Lennox:


1987 wird Aretha Franklin dann als erste Frau in die die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen, singt den Titelsong der  Sitcom "A Different World" von Bill Cosby und bringt ein neues Gospel - Album heraus - "One Lord, One Faith, One Baptism", aufgenommen in der einstigen Kirche ihres Vaters. 1989 folgt das Pop -Album "Through The Storm" mit Elton John, James Brown, The Four Tops, Kenny G und Whitney Houston. 1992 ist der Titelsong für  das Biopic "Malcolm X" - "Someday We'll All Be Free" - von Aretha.

1998 gelingt es Aretha unter die Top 40 mit dem von Lauryn Hill - produzierten Song "A Rose Is Still a Rose". Mit dem Album gleichen Namens erreicht sie wieder eine goldene Schallplatte:



2003 beendet die Sängerin ihre 23 Jahre währende Verbindung mit Arista und gründet ihr eigenes Label namens Aretha. Dort erscheint dann auch 2011 "A Woman Falling Out Of Love" aus Anlass ihres 50jährigen Jubiläums im amerikanischen Showgeschäft. 

Aretha bei der Inaugurationsfeier von Barack Obama 2009
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Aretha Franklin hat insgesamt 18 Grammy Awards gewonnen und ist mit weltweit über 75 Millionen Platten heute eine der meist verkauften Künstler aller Zeiten.

Doch man wird ihr nicht gerecht, wenn man ihren Erfolg nur daran misst:
"Amerikanische Geschichte wächst, wenn Aretha singt", hat der ehemalige Präsident Barrack Obama nach dem Konzert zur 38. Verleihung des Kennedy-Preises in Washington gesagt. "Niemand verkörpert mehr den Zusammenhang zwischen der afrikanisch-amerikanischen Spiritualität, dem Blues, R & B, Rock und Roll auf die Art & Weise, dass Härte und Leid in Schönheit, Vitalität und Hoffnung verwandelt werden." Im "New Yorker" wird ihr Auftritt u.a. so beschrieben:
"Aretha kommt auf die Bühne, sieht aus wie die schickste Dame der ganzen Christenheit: feuerroter Lippenstift, bodenlanger Nerz, ein Brokatkleid wie es Bessie Smith getragen hätte, wenn sie zehn Millionen Platten verkauft hätte. Sie setzt sich ans Klavier, passt das Mikrofon an und beginnt mit einer Reihe von Gospel-Akkorden im 12/8 Takt. Und wenn Sie nur ein Quentchen menschliches Blut in sich haben, sind sie überwältigt: Aretha singt mit einer Macht, die ihr eigenes Selbst von vor drei oder vier Jahrzehnten übertrifft."
Im Mittelpunkt der Preisverleihung steht eigentlich unter anderem die Sängerin Carole King. Ihr zu Ehren singt Aretha den Klassiker "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman" von 1967.  Und Carole hibbelt begeistert auf ihrem Platz hin und her, gestikuliert, schlägt die Hände vors Gesicht und ist ganz aus dem Häuschen. Und wenn sie zur Seite blicken würde, könnte sie bemerken, wie Präsident Obama sich eine Träne von der Backe wischt und mitsingt. Am Ende gibt es Standing Ovations:


Bleibt noch Einiges zu sagen zur privaten Aretha Franklin: Dass sie sehr verletzlich ist und verletzend, da zur Selbstreflexion nicht befähigt, dass sie sich wie eine Diva verhält und von Ängsten & Selbstzweifeln geplagt ist, dass sie von vielerlei Süchten heimgesucht worden ist und wird und zum maßlosen Konsum von Essen und Luxusgütern neigt. Aber in ihr steckt auch die Erfahrung eines farbigen Kindes, geborgen in der "schwarzen Kirche" Amerikas, die eine Zuflucht, ein sicheres Haus der Gemeinschaft bot, und ihrer Musik, die der schönste Ausdruck menschlichen Leids und seiner Sehnsucht nach einem besseren Leben ist. In seiner Außenwelt muss dieses Kind jedoch schlimmste Diskriminierung & Unterdrückung erfahren, so dass es  Ekel und Schande und Wut und jenes Gefühl empfindet, bei dem man ohne Tränen weint und ohne Ton schreit.
“I think of Aretha as Our Lady of Mysterious Sorrows,” schreibt Jerry Wexler, ihr einstiger Produzent bei Atlantic Records.“Her eyes are incredible, luminous eyes covering inexplicable pain. Her depressions could be as deep as the dark sea. I don’t pretend to know the sources of her anguish, but anguish surrounds Aretha as surely as the glory of her musical aura.”
"Verleugnung ist ihre Strategie für emotionales Überleben", meint denn ihr Biograf David Ritz, der ihr unerbittliche Kontrolle vorwirft, eine Strategie, um der eigenen Vulnerabilität etwas entgegenzusetzen. Berichte, sie leide an Krebs, würde Aretha nie bestätigen, "nicht einmal auf ihrem Sterbebett."

Ein bisschen kommt es mir vor, als stecke in dieser Charakterisierung der wunderbaren Sängerin mit ihren hellen & dunklen Facetten auch viel von dem Amerika, das momentan an einer bipolaren Störung heftigster Art leidet und für das ich im Augenblick gerne würde beten können:


Zu guter Letzt halte ich es aber mit ihrem 2006 verstorbener Kollege Billy Preston, der einmal sagte:
"I don’t care what they say about Aretha. She can be hiding out in her house in Detroit for years. She can go decades without taking a plane or flying off to Europe. She can cancel half her gigs and infuriate every producer and promoter in the country. She can sing all kinds of jive-ass songs that are beneath her. She can go into her diva act and turn off the world. But on any given night, when that lady sits down at the piano and gets her body and soul all over some righteous song, she’ll scare the shit out of you. And you’ll know—you’ll swear—that she’s still the best fuckin’ singer this fucked-up country has ever produced."

Happy Birthday to you, Aretha Franklin!





Und hier geht es noch zu einem herrlichen Bonustrack...

Mittwoch, 22. März 2017

Mittwochs trag ich Brille


... und zwar auf meinem neuesten Shirt à la "Raffinessa"/Elsterglück:



Der Jersey ( ganz mein Farbschema! ) ist irgendwann als Restecoupon in meinen Besitz gekommen.

Noch sind mir die Temperaturen zu frisch, um mit Kurzarmoberteilen herumzulaufen ( heute Morgen besonders, trotz Sonne ).

Aber manche meiner Langarmshirts haben arg gezwackt, wenn ich sie bis zum Ellenbogen hoch geschoben habe. Denn mein rechter Ellenbogen war vom Sturz vor drei Wochen ganz schön angeschwollen.





Beim "Raffinessa" - Shirt mit seinen Raglanärmeln habe ich lockerer sitzende Ärmel als bei solchen Schnitten mit eingesetztem Arm. Sehr angenehm trägt sich das!

Inzwischen sieht mein rechter Arm äußerlich ganz normal aus und ist wieder voll beweglich ( bei relativ geringen Schmerzen ). Nähen ist da eine weniger kräftezehrende Therapie als Garten- oder Hausarbeit. Um die Magnolienblüte zu genießen, benötige ich ohnehin nur die Augen...







Verlinkt mit dem Me-made-Mittwoch
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