Donnerstag, 7. Januar 2016

Great Women # 46 : Agrippina


Heute, bei meinem 46. Post über großartige Frauen reise ich einmal ganz tief in die Vergangenheit und erinnere an die Frau, die vor 2000 Jahren hier in Köln geboren ist und der diese Stadt Existenz & Namen zu verdanken hat. Das Römisch - Germanische Museum widmet ihr aus diesem Grund eine aktuelle Ausstellung:


Agrippina kommt am 16. November 15 nach Christi Geburt als Iulia Agrippina und siebtes von mindestens neun Kindern des Nero Claudius Drusus, genannt Germanicus, und seiner Ehefrau Vipsania Agrippina im Oppidum Ubiorum, am Rhein an der Grenze zu Germanien gelegen, zur Welt. Ihre Eltern gehören beide zur julisch - claudischen Dynastie, die auf den ersten römischen Kaiser Augustus zurückgeht.


Agrippinas Eltern, Agrippina die Ältere und Germanicus

Die Stadt ist damals kaum älter als zwanzig Jahre und ihre Gründung von Agrippinas Urgroßvater Augustus an topografisch bevorzugter Stelle am linken Rheinufer und an der Kreuzung großer antiker Fernstraßen veranlasst worden.

Der Vater Germanicus - Sohn des Feldherrn Nero Claudius Drusus - ist im Umfeld des Kaisers Augustus & seiner Frau Livia aufgewachsen und durch seine Begabungen, sein Aussehen und seine einnehmende Art aufgefallen und schon früh auf eine Rolle im öffentlichen Leben vorbereitet worden. Im Alter von 18 Jahren wird er zum Kronprinzen ernannt, indem Augustus seinen designierten Nachfolger Tiberius dazu bringt, Germanicus zu adoptieren.

Als Germanicus - mit Vipsania Agrippina seit 5 n. Chr. verheiratet -  das Kommando über die Truppen am Rhein übernimmt, begleitet ihn seine Ehefrau, was nicht üblich und nicht unumstritten ist. Doch Germanicus ist nicht irgendein Provinzgouverneur, sondern der zukünftige Herrscher Roms, seine Frau die zukünftige Kaiserin...

In den Augen des herrschenden Kaisers Tiberius - der gleichzeitig Stiefvater und Schwiegervater der älteren Agrippina und darüber hinaus vier Jahre mit ihr verheiratet gewesen ist, bis Augustus die Scheidung veranlasst hat - überschreitet sie bei weitem die Grenzen, die ihr als Frau in der römischen Gesellschaft gesetzt sind, als sie im Herbst, hochschwanger mit Agrippina der Jüngeren, vor die murrenden, unwilligen Soldaten tritt. Die fürchteten nach einer Niederlage der römischen Truppen gegen die Germanen, dass diese über die Rheinbrücke in die Stadt einfallen. Deshalb wollen sie die Brücke zerstören. Agrippina die Ältere verhindert es, indem sie sich wie ein militärischer Befehlshaber benimmt - ein Horror für den Kaiser wie für viele römische Männer! Schon Agrippinas Mutter zeigt also ausgesprochen politische Ambitionen...

Modell des Prätoriums der CCAA
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Agrippinas Eltern scheinen eine enge Bindung zueinander zu haben und ergänzen sich kongenial in ihren persönlichen Neigungen und ihrer politischen Stellung. In der Stadt leben sie in einem Palast, vermutlich dort, wo noch heute die Reste des Prätoriums in Köln zu besichtigen sind. An den Rhein bringen sie drei ihrer Söhne mit - darunter den späteren Kaiser Caligula -, die erste der insgesamt drei Töchter wird dort geboren. Doch lange wird dieses Kind nicht in Köln leben, denn der Vater wird schon am Ende des Jahres 16 n. Chr. nach Rom zurückbeordert, weil Kaiser Tiberius die kriegerischen Unternehmungen östlich des Rheins für beendet erklärt. Agrippina wird übrigens niemals in ihre Geburtsstadt zurückkehren.

Über Agrippinas Leben im nächsten Jahrzehnt ist wenig zu erfahren. Bekannt ist, dass sie ihren Vater im Alter von drei Jahren verliert, als dieser unter dubiosen Umständen am 10. Oktober 19 n. Chr. in Antiochia in Syrien zu Tode kommt. Mit der Mutter kehrt sie nach Rom zurück und lebt in der spannungsreichen Atmosphäre des römischen Herrscherhauses. Agrippina die Ältere ist nämlich der Ansicht, dass sie und ihre Kinder die natürlichen Anwärter auf die Herrschaft sind, was dem Kaiser wiederum gar nicht gefällt, und der sie deshalb in die Verbannung die Insel Pandataria schickt, wo sie ( freiwillig oder erzwungen ) den Hungertod stirbt. Auch ihre zwei Söhne verhungern im Gefängnis. 

Doch Agrippina die Jüngere übersteht die mörderischen Auseinandersetzungen in der Familie: Sie ist im Jahr 28 n. Chr., gerade mal dreizehnjährig, mit Gnaeus Domitius Ahenobarbus, einem wesentlich älteren Senator, verheiratet worden. Dieser gehört zum erweiterten Kreis der Familie, und auch diese Heirat dient dazu, Familienstränge zusammenzuführen und die Anzahl der möglichen Anwärter auf die Macht zu begrenzen. Zum Glück für Agrippina gerät sie damit aber auch aus dem Blickfeld ihres immer destruktiveren Großvaters & kommt sozusagen durch. 

Als Tiberius selbst dann 37 n. Chr. stirbt, wird ihr Bruder Caligula Kaiser. Es ist das Jahr, in dem sie auch ihren Sohn Lucius Domitius Ahenobarbus, später genannt Nero, in Antium an der Küste Latiums auf die Welt bringt.

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Caligula nutzt seine Position & ehrt seine drei Schwestern - neben Agrippina sind dies Drusilla und Livilla - indem er Münzen mit ihnen in Gestalt der drei Grazien prägen lässt. Agrippina, als Urenkelin des Augustus, erhält damit eine adäquate, d.h. führende Stellung im römischen Leben.

Doch die eigentliche politische Klasse, die Senatoren, müssen bald erkennen, dass auch Caligula nach einem hoffnungsvollem Neubeginn seine Herrschaft zunehmend als autokratischer Monarch ausübt & Prozesse gegen zahlreiche Senatoren veranlasst, die mit Todesurteilen enden. Agrippina plant nach einigen Jahren der Gewaltherrschaft mit führenden Vertretern der römischen Aristokratie eine Ablösung des Bruders von der Macht. Doch das Vorhaben wird aufgedeckt, und sie wird, wie einst ihre Mutter, auf die Pontischen Inseln verbannt & ihr Besitz eingezogen.

Anfang des Jahres 40 stirbt ihr Mann, offensichtlich eines natürlichen Todes, denn er ist bereits längere Zeit vorher krank gewesen. Den Bruder Caligula hingegen ermorden Mitglieder der Prätorianergarde im darauf folgenden Jahr.

Der nächste Aspirant auf den gefährlichen Posten eines römischen Kaisers ist der Bruder des Vaters, ihr Onkel Claudius.

Der holt die verbannte Nichte wieder nach Rom und gibt ihr ihr Vermögen zurück. Agrippina macht sich dort auf die Suche nach einem gesellschaftlich einflussreichen Ehemann und findet ihn im Senator C. Sallustius Crispus Passienus, der 44 n. Chr. zum zweiten Mal Konsul wird, so dass Agrippina im politischen Leben Roms wieder eine Rolle spielen kann.

Dieser zweite Ehemann stirbt allerdings schon 48 n. Chr. Agrippina erbt sein großes Vermögen und wird justament zu jenem Zeitpunkt Witwe, als Claudius nach der Hinrichtung seiner Gattin Messalina frei für eine neue Bindung ist.

Claudius, Messalina und ihre beiden Kinder
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( Messalina hatte den Bogen weit überzogen, indem sie neben ihrer Ehe mit dem Kaiser noch eine weitere Ehe mit einem jüngeren Senator eingegangen ist... )

Agrippina ist nun 33 Jahre alt, gewillt, den familiären Anspruch geltend zu machen, die höchste Stellung für eine Frau im römischen Imperium einzunehmen und entsprechende Macht zu haben. So setzt sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch und wird Kaiserin, wobei das Verbot einer Heirat zwischen Onkel und Nichte kein Hindernis bildet: Claudius bewirkt, dass diese Regelung durch einen Senatsbeschluss schnell hinfällig wird.

Statue der Agrippina aus Grauwacke,
der Kopf ist eine Reproduktion der dazugehörigen Porträtbüste

Agrippina ist endlich im Schaltzentrum der Macht angekommen. 

Gemahlin des Kaisers zu sein ist zu jener Zeit allerdings eine rein private Stellung, ganz ohne irgendeinen Rechtstitel für politisches Handeln. Frauen sind ohnehin von der Politik ausgeschlossen. Einfluss nehmen kann sie also allein über Claudius. Sie weiß jedoch, sich eine politische Machtposition zu schaffen: Als erste Frau erhält sie zu Lebzeiten ihres Mannes den ehrenden Namensbestandteil Augusta durch den römischen Senat verliehen.

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An Münzprägungen der Zeit ist abzulesen, welchen Einfluss sie auf Kaiser und Senat hat, denn sie ist die einzige "Privatperson", die zu jener Zeit auf Münzen abgebildet ist. 

Über den kaiserlichen Freigelassenen Pallas, Fürsprecher ihrer Heirat mit Claudius und enger kaiserlicher Berater, hat sie Zugriff auf die Staatsfinanzen. Über Prozesse und Morde vermehrt sie ihr eigenes Vermögen. Bei offiziellen Anlässen ist sie stets – scheinbar gleichberechtigt – an der Seite ihres Mannes, des Kaisers, zu finden. Ihre Position stellt sie auch über prunkvolle Kleidung & Frisuren dar.

In den römischen Provinzen sucht sie ebenfalls Einfluss zu gewinnen: Sie veranlasst im Jahre 50, dass das Oppidum Ubiorum, ihr Geburtsort, den Rechtsstatus einer Colonia ( genauer: Colonia Claudia Ara Agrippinensium ) erhält. ( Und aus diesem Grund wird der Tempel erbaut, auf dessen Fundament heute die Kirche Sankt Maria im Kapitol steht, von der ich gestern & am Sonntag im Post erzählt habe. )

Agrippina wird mit diesem Akt zur Stadtgründerin des heutigen Kölns. 

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Zu dieser Zeit bedeutet eine solche Gründung, die Ansiedlung von römischen Bürgern, zumeist Veteranen der Legionen, eine Art Kulturtransfer. Die Einwohner nehmen römische Sitten an und haben das römische Bürgerrecht. Ihre Stadt ist - auch politisch - ein Abbild Roms in der Fremde mit Stadtrat, zwei Bürgermeistern und Magistraten. 

Agrippina treiben zu diesem Akt allerdings keine Sentimentalitäten an. Sie stellt sich damit nur gleichberechtigt neben den Kaiser, der seine Geburtsstadt Lyon ebenfalls in den Rang einer Colonia erhoben hat, und demonstriert ihr Durchsetzungsvermögen auch in der Provinz.

Doch ein schwerwiegendes Problem bleibt ihr: Ihr Ehemann hat mit seinen fast 60 Jahren für die Verhältnisse in der römischen Herrscherdynastie ein methusalemisches Alter erreicht. Um ihre Position für die Zukunft zu sichern, ist ein jüngerer Mann vonnöten...

Claudius hat einen Sohn aus der Ehe mit Messalina, Britannicus, der als Erbe und Nachfolger vorgesehen, allerdings um etliche Jahre jünger als Agrippinas leiblicher Sohn Nero ist. Das ist wohl das entscheidende Argument, mit dem sie ihren Mann überzeugen kann, Nero zu adoptieren und ihm politische Rechte zu übertragen. Doch irgendwann meldet sich bei Claudius sozusagen "die Stimme des Blutes", und er beabsichtigt, auch Britannicus dieselben Rechte zuzugestehen. Agrippina sieht ihre zukünftige Position gefährdet...

"Man kann Agrippina davon nicht freisprechen", schreibt Werner Eck im Katalog zur aktuellen Kölner Ausstellung. "Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis war die Ermordung ihres Ehemannes Claudius." Der stirbt, vergiftet, am 13.10. 54 n.Chr.

"In zynischer Weise wurde sie nach der Aufnahme des "Verstorbenen" unter die Götter zur Priesterin des neuen Gottes bestimmt. Nero übernahm ohne Probleme die Herrschaft. Einige Münzen zeigen, wie Agrippina sogleich versuchte, ihre dominante Position zu etablieren. Sie erscheint auf Goldmünzen im Nominativ, also als Handelnde, ein eindeutiges Vorrecht des Kaisers. Neros Name dagegen erscheint dort im Dativ. Klarer kann man die Über- und Unterordnung von Mutter und Sohn nicht demonstrieren," so Eck weiter.

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Zuerst hat Nero seine Mutter als optima mater (die beste aller Mütter oder die vortrefflichste Mutter) dem Volk, den Soldaten "verkauft" und damit verdeutlicht, wem er seine Macht zu verdanken hat. Faktisch führt sie zunächst auch die Regentschaft für den noch 17-jährigen. Doch schon bald emanzipiert sich dieser von der Mutter. Die Grenze ist überschritten, da in der römischen Gesellschaft eine direkte Ausübung von Macht für Frauen unvorstellbar ist.

Verständlich, dass Agrippina sich dagegen stemmt. Aber Nero fühlt sich durch ihr Agieren zu einer lächerlichen Figur gemacht. Er entzieht ihr Schritt für Schritt die Privilegien wie eine eigene Leibgarde oder die Residenz im kaiserlichen Palast. Dadurch trauen sich auch viele ihrer Gegnerinnen und Gegner aus der Reserve, so dass es eng für sie wird. 55 n. Chr. erfolgt der endgültige Bruch.

Eine Tradition der weiblichen Macht im antiken Rom kann Agrippina also nicht begründen. Sie ist auch keine Türöffnerin für nachfolgende Frauen, denn seinen eigenen Frauen gibt Nero keine Möglichkeit zur herausragenden Selbstdarstellung ( und die, die im 3. Jahrhundert wieder an Einfluss gewinnen, kaschieren es geschickt ).

Das "dicke Ende" kommt im Jahre 59 n.Chr.: Nero heuchelt Versöhnungsbereitschaft und lässt seine Mutter nach dieser feierlichen Aktion auf einem eigens dafür präparierten Schiff zu ihrer Villa nach Baiae, dem heutigen Bacoli, bringen. Unterwegs auf offener See soll das Schiff versinken. Allerdings geschieht das in Ufernähe, so dass sich Agrippina schwimmend an die Küste retten kann.

Daraufhin wird ein Freigelassener damit beauftragt, sie offen zu ermorden. Ihr Leiche wird verbrannt und auf ihrem Landgut beigesetzt. Das Andenken an Agrippina wird offiziell getilgt ( die obige große Statue zum Beispiel zerschlagen und vermauert ), ihr Geburtstag zum Unglückstag erklärt, im Senat wird sie wegen eines angeblichen Mordversuches auf ihren Sohn als Staatsfeindin verunglimpft.

An einer Stelle gelingt das nicht: Die Vernichtung ihres Andenkens hätte dazu führen können, dass auch die Kolonie den Namen Agrippinenses ablegt. Das ist nicht geschehen, und ihr Name bleibt Bestandteil im Namen der Stadt, bis sie in fränkischer Zeit alleine Colonia genannt wird. Die Erinnerung an sie wird im Mittelalter wieder aufleben und ist bis heute in der Stadt erhalten, besonders auch im Karneval ( Jungfrau! )




Unser heutiges Bild von Agrippina als Mutter und Monstrum, als schöne und grausame Frau, ist geprägt - wie bei den meisten Angehörigen der iulisch-claudischen Herscherdynastie - von der Darstellung bei Tacitus und Sueton, die über fünfzig Jahre später verfasst, kaum eine objektive Beurteilung zulassen, zumal die Autoren ihre Werke auch gut verkaufen mussten. Und schon damals zogen "sex and crime" mehr als alles andere. Da wird auch schnell aus einer intelligenten Frau von höchstem Adel, die nicht wie das Veilchen im Moose leben will, sondern sich den männlichen Mitgliedern ihres Clans ebenbürtig fühlt, ein „heftiges und herrschsüchtiges Weib" ( Sueton ), das „entbrannt (ist) in völligem Verlangen nach Schreckensherrschaft" ( Tacitus ). Was sich für die Männer ihrer Zeit schickt, schickt sich für Frauen eben noch lange nicht...



Kommentare:

  1. Es war wieder ein Genuß, Dein Portrait einer bedeutenden Frau zu lesen. Ich kann nicht sagen, dass Agrippina mir sympathisch ist. Ich finde es immer schade, wenn Frauen sich genauso bescheuert verhalten, wie Männer. Dass Männer sie dann nochmal mit ungleichem Maß messen und immer schon gemessen haben ist eine andere Sache. Ich freue mich über Frauen, die die Dinge anders machen, anders vernetzen, friedlicher, solidarischer, nicht machtbesessen, sondern machtvoll sind. Weil sie das Leben anders werten und transportieren, als Männer. Natürlich waren Agrippinas Werte und Vorstellungen andere, eben geprägt von der männerbesetzten Machthungrigkeit ihres Standes und ihrer Zeit. Aber sie hat mitgemacht, genau so unbarmherzig.
    Und nun, alle sind sie tot, und vielleicht wissen sie es in ihrem Heute besser...
    Hab Dank für die interessante Lektüre!
    Lieben Lisagruß!

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    1. Natürlich ist es mir lieber, wenn Frauen Dinge anders machen als Männer, wenn sie entsprechende Positionen haben. Aber was ich kritisch sehe, dass von Frauen immer erwartet wird, dass sie sich moralisch einwandfreier verhalten als Männer, sonst sind sie gleich Monster. Und die Männer kriegen wegen ihre "Durchsetzungsfähigkeit" das Attribut "der Große" verpasst. Diese Doppelmoral stört mich, finde es aber auch ignorant, wenn Frauen per se als die friedlicheren Menschen angesehen werde. Da gibt es auch große individuelle Unterschiede. Agrippina war sicher Kind ihrer Zeit und ihres Standes und hat für sich beansprucht, was männlichen Familienmitgliedern zustand.
      Wichtig ist mir auch immer die historische Kenntnis. Die geht nach meinen Beobachtungen so vielen Menschen ab und dann wird immer argumentiert, das sei ja wie im Mittelalter. Dabei haben wir eines der grausamsten Regime dank Hilfe von außen vor gerade mal 70 Jahren überwunden. Und das klassische Altertum war eben auch nicht so golden, wie es gerne geglaubt wird...
      LG

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  2. Wieder spannend zu lesen, ja, und da sind halt viele Filter, durch die wir schauen müssen ein gerechtes Bild zu entwerfen. Und das kannst du in unnachahmlicher Weise. Manchmal wünsche ich mir dann Zeitreisen und einen privaten Termin..., warum nicht mit Agrippina ;-) Das Jahr fängt gut an, ich habe Ruhe und Zeit das Porträt gleich am Erscheinungstag zu lesen ;-) Liebe Grüße Ghislana

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  3. Ja, das stimmt, da werden und wurden das (politische) Verhalten Frau und Mann auch in höchsten Kreisen mit unterschiedlichem Maß gemessen. Das war wieder sehr spannend zu lesen! Aber es ist keine Epoche, in die ich eine Zeitreise wagen würde...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Na wen hast Du heute herausgepickt?
    Das ist ja eine Zeitreise - aber wie immer eindrucksvoll geschrieben. Obwohl ich nicht dort hin zurückreisen möchte.
    Lieben Dank noch für Deinen Neujahrsgruß. Ich wünsche Dir natürlich auch ein tolles 2016 mit Höhen und Tiefen, sonst ist es langweilig ;-). Mein neues Jahr beginnt momentan sehr stressig. Ich verbringe die Tage nur im Büro, was mich ein wenig nervt. Sonne sehe ich gar keine; außer durch das Fenster. Nach dem Urlaub ist viel liegen gebieben. Naja ich will nicht jammern... alles wird gut. Und ich habe ja gute Aussichten, daß Büro im Sommer nicht mehr zu sehen :-)))). Dir herzliche Grüße, bis bals meine Liebe
    Christin

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  5. Na, dann will ich doch mal mit Agrippina am 27.1. die Session beginnen::))
    Gruß von
    heiDE

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  6. Sympathisch ist sie mir nicht. Aber spannend ist ihre Geschichte schon.
    Lieben Gruß
    Katala

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    1. Können Machthaber überhaupt sympathisch sein???
      Sie hat sich was getraut und sich aus der Rolle der Passiven ( mit dreizehn verheiratet! ) befreit und ist vom Objekt zum Subjekt ihres Lebens geworden. Dabei hat sie sich der wenig zimperlichen Methoden bedient, die in ihrer Sippe ( auch nicht ungestraft, wenn man die Tode der Männer ansieht ) gang & gäbe waren. Damit war sie schon außergewöhnlich...
      LG

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    2. Danke fuer die interessante Darstellung von Agrippina und ihre Verbindung zu Koeln.
      Ihr Lebenslauf zeigt, dass Frauen ebenso in der Politik ihren Platz finden, wenn auch damals nur "als graue Eminenz" und leider auch sehr machtgierig u. grausam sein koennen. Menschen sind androgyn in ihrem Verhalten und es hat sich bis ins 21.Jh.
      dsbzgl. nicht veraendert.

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  7. Wäre das Wetter heute nicht so usselig, wäre ich heute ins Römisch-Germanische Museum gegangen (erster Donnerstag im Monat, freier Eintritt für Kölner).

    Aber jetzt komme ich ja, dank Dir, trotzdem zu meiner Portion Historie.

    Vielen lieben Dank
    Astrid rechtsrheinisch

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  8. Liebe Astrid,
    klasse ganz toll. Ich muß allerdings drei mal hierher kommen, um alles richtig lesen zu können. Total interessant, ich habe mal den Caligula von Camus am Schauspiel in Stuttgart gesehen. War ein ganz moderne Inszenierung von Krzysztof Garbaczewski. Das kann ich kaum schreiben bzw. nicht aussprechen, da brauche ich meine Schwiegertochter. :-))

    Als das Camus schrieb war er schon ettliche Jahre von der Sinnlosigkeit der Welt überzeugt.
    Hier wird dann Caligula zum Gewalttäter usw. usw.

    Das ist mir gerade eingefallen, als ich den Caligula gelesen habe.
    Wirklich sehr interessant und es macht nun noch mehr Lust, mal nach Köln zu gehen. Trotz der Ereignisse. Das aber nur am Rande. Vielleicht kann man da mal ein Bloggertreffen machen?
    Auf jeden Fall total interessant und ich werde es nochmals lesen und freue mich auf deine nächste Vorstellung. Bin tierisch gespannt.

    Lieben Gruß Eva
    ich habe heute nur Weihnachtsbäume entsorgt und geputzt bei meinen Senioren. Ich mutiere bald zur Putzfee. Aber ich kann sie ja auch nicht alleine lassen.

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  9. Liebe Astrid, das ist schön, dass Du auch in diesem Jahr grossartige Frauen vorstellst. Irgendwie fühle ich mich danach immer besser, wenn ich lese, was alles möglich ist.
    glg Susanne

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  10. ränke- und machtspiele, mord und totschlag - die geschichte von agrippina liest sich wie ein krimi!
    liebe grüße, mano

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  11. Schön, dass du unserer Stadtgründerin einen Artikel gewidmet hast, auch wenn sie eine sehr umstrittene Frau ist. In einem früheren Blog hatte ich auch mal über sie geschrieben. Mal gucken, ob ich das noch mal aktivieren kann.

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  12. Puh, was für eine zielstrebige Frau und was für furchtbare Zeiten in denen man Angst haben muss von den eigenen Familienmitgliedern abgemurkst zu werden!
    Liebe Astrid, peu à peu werde ich mich durch die vielen verpassten Frauenbilder durchschmökern. Ich freu mich drauf!
    Gros bisou
    Sandra

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    1. Schön, dass du wieder da bist! Ich freu mich!
      LG

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  13. Über Agrippina habe ich auch einmal einen Artikel geschrieben - über Münzen als Kommunikationsmittel, um genau zu sein.
    Auch ich hatte nicht unbedingt den Eindruck, dass sie eine "nette" Person war. Ehemänner zu ermorden ist reichlich inakzeptabel für mich.^^ Aber wie du oben als Antwort auf einen Kommentar schriebst, wird derart unbedingtes Machtstreben bei Männern oftmals ganz anders bewertetund Wille zur Macht viel stärker als "Entschuldigung" akzeptiert als bei Frauen. Fast als wäre das Streben danach schon so verkehrt wie die Handlungen, die sie dazu ergreifen. Insofern find ich es gut, wenn du auch mal weniger angenehme Frauen porträtierst. ;)

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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Der Kommentar ist für den Blogger wie der Applaus im Theater - also: worauf wartest du?

Aber bitte nicht vollkommen anonym - ein Name ist erwünscht! Und ein gewisses Maß an Herzensbildung auch - ansonsten schalte ich den Kommentar nicht mehr frei. Das kann auch schon mal dauern - dann bin ich vom Schreiben neuer Posts gefesselt!

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