Samstag, 11. November 2017

Meine 45. Kalenderwoche 2017


Gen Süden fliegende Gänse ( leider hatte ich nur das Handy zum Fotografieren dabei ) kreuzten meinen Weg zur Gerätegymnastik am Montag, das vogelgeschmückte Päckchen erreichte mich am Dienstag.

Bei Amy/ einfallsReich hatte ich ein Exemplar des Abreißblocks "222 x ein Lächeln für dich" von Angelika Schäfer gewonnen. Und der war im Päckchen. Verpackung wie Inhalt haben mich tatsächlich lächeln lassen. Da es an diesem Nachmittag so trist und grau war wie auf dem rechten Foto, habe ich gleich zwei Motive weiter gegeben...

Inzwischen beginnt es schon zu dämmern, wenn ich vom Gerätetraining bzw. der Physiotherapie nach Hause laufe. Fünfzehn Minuten benötige ich inzwischen für die Strecke, was mich sehr freut. Über eine angenehme Massage freuten sich auch ganz speziell die Beine an einem solchen Novembertag.

Am Donnerstagabend: Konzert in der Philharmonie mit der jungen portugiesischen Fadista Carminho, die lauter Songs des Brasilianers Antônio Carlos "Tom" Jobim sang, begleitet von Sohn & Enkel Jobims und dem unvergleichlichen Cellisten Jaques Morelenbaum aus der ehemaligen Jobim- Begleitband.

Jobims Musik liegt nicht nur mir sehr am Herzen, sondern ist auch Weltkulturerbe, und ist prominent in meiner Sammlung vertreten. Mir war aber nie so klar, wie viel Fado im Bossa Nova steckt, bevor ich der beeindruckenden Stimme Carminhos gelauscht habe. Ich habe leider nur eine Fassung bei Youtube gefunden, die von der Begleitmusik her mit der am Konzertabend nicht vergleichbar ist:


"Triste" ist auch so ein Stück, bei dem meine Sammelleidenschaft geweckt wurde. Deshalb gibt es jetzt noch eine zweite Version mit der unübertrefflichen Ella Fitzgerald, die mir auch immer in den Sinn kommt, wenn ich das Lied höre:


Triste war der Himmel in dieser Woche auch, ungastlich die Stadt, und es gab immer wieder Tage, in denen ich zur Isländerin wurde ( i.e. auch tagsüber ist immer ein bisschen Licht an ). Kalt ist es auch geworden, dass selbst ich zu Strümpfen und einem Wintermantel griff...


Was liebe ich in solchen Zeiten mein Gehäuse! Welch behaglicher Ort ist da meine Küche! Am Freitag haben der Herr K. und ich für zwei "Buffet - Beiträge" und die darauf folgenden Tage in der Küche gekocht, geschmort, gebacken und teilweise wieder eingefroren.

In solchen Jahreszeiten ist es herrlich, einen Brauch wie Sankt Martin zu haben. Und schön, dass er auch im fernen München ( wie ich per WhatsApp erfahren habe ) so ein klein wenig aufrecht erhalten werden kann ( ein bisschen mehr Rheinland schadet der Republik nicht ).



Bei uns standen kleine Päckchen mit Süßigkeiten bereit und warteten auf die singenden Kinder der Nachbarschaft ( "Hier wohnt ein reicher Mann, der uns was geben kann..." ).

Am Samstag gab es ein straffes Programm:



Wie vor einem Jahr trafen sich ( diesmal sieben ) Bloggerinnen in der "Kleinen Fabrik", um gemeinsam zu collagieren.

Leider hatten herbstliche Infekte die Reihen gelichtet, aber dafür saßen wir kuschelig eng beieinander & jede konnte sich mit jeder unterhalten.

Und dazwischen strich ein besonders schmusiger Hund an unseren Beinen vorbei und holte sich seine Streicheleinheiten. ( Das Foto schicke ich mit ganz besonderem Gruß an Andrea / Holunder & mit Besserungswünschen für den kleinen Lockenhund. )

Es sind wieder so verschiedenartige, klasse Collagen entstanden, leider zum letzten Mal in Kathrins schöner Lokalität. Danke an Christine für die Organisation und an alle, die an diesem Tag sich nach Köln getraut haben, denn in so netter Gesellschaft mit so vielfältigem Material, das jede mitgebracht hat, hat mir das Kreativsein wieder Freude gemacht.

Am Abend "stürze" ich mich dann auch in die Eröffnung der Karnevalssession 2017/18 mit der Inthronisation der neuen Präsidentin unseres "Stammdesch". Doch davon dann mehr im nächsten Kalenderwochenbeitrag.







Meinen Post verlinke ich wieder mit Andreas Samstagsplausch, mit der Raumfee und Maschas "Farbe der Hoffnung" sowie Lottas "Bunt ist die Welt", denn Novemberbäume gibt es hier ja auch noch.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Astrid, ja es ist eine schreckliche Zeit. Ab vier ist es schon schummerig. Schrecklich, aber desto mehr muss man es sich zu Hause schön machen. Viel Spaß beim Karneval. Ein schönes Wochenende. Mach nicht Zuviel. Lieben Gruß Sylvia

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  2. Oh, das sieht so einladend kreativ aus, da hätte ich gern mitcollagiert. Der Lockenhund dankt für die lieben Wünsche ("Klein" ist als Koseform anhänglich geblieben, da dereinst Jüngste im Hunderudel. Eigentlich weist sie eine Schulterhöhe von 60 cm auf.) Hier fegt ein kalter fieser Wind ums Haus. Da bliebe ich auch gern in der Küche, muss aber kurz noch den Hund lüften - aber nur für 5 Minuten!
    Mach Dir einen schönen karnevalistischen Abend.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. ...ach wie schön, liebe Astrid,
    hier schon Bilder vom Collagetreffen...ich habe noch gut den Tag im letzten Jahr in Erinnerung, schade, dass es heute nicht geklappt hat...schön ist es immer, dir ein bisschen durch deine Woche zu folgen,

    liebe GRüße Birgitt

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  4. Huch, da ist man noch nicht ganz zu Hause, da finden sich bei Dir schon Fotos vom Treffen! Es war toll - ganz anders als vor einem Jahr und wieder toll. Genug Zeit zum Quatschen, Schnippeln, Kleben und Essen, wunderschöne Ergebnisse, dazu in einer wunderbaren Umgebung. Schade, dass die kleine Fabrik schließt.
    Danke für den wunderbaren Tag in der verbotenen Stadt!
    Liebe Grüße von Frau Frosch

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  5. Bei u s gibt es auch Martinsumzüge, geklingelt wird da aber nicht. Diesen Brauch kenne ich gar nicht.
    Deine Woche scheint mir trotz grauem November sehr bunt gewesen zu sein.
    LG Jennifer

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  6. Wieder eine höchst abwechslungsreiche Woche. Sogar mit Fado...
    Die Collagen sind wirklich imposant. Und so etwas gemeinsam zu machen, ist ja ganz besonders schön.
    Und dann noch Karneval... Kölle Alaaf!

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  7. Eine bunt gefüllte Woche. Das Konzert hätte ich sicher auch genossen, deine Kostproben geben einen Einblick. Das kann ich mir vorstellen, dass die Begegnungen mit gleichgesinnten eine kreative Bereicherung war. St.Martin zieht auch an uns vorbei. Dafür war Fasnacht Eröffnung mit einem Monster Konzert.
    L G Pia

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  8. die gänse ziehen schon ab nach süden? ohje, da siehst du mal wofür ich im moment alles kein auge habe. das ändert sich hoffentlich bald wieder. dein küchenbild mag ich wieder ganz besonders gern. wie schön du es jetzt in der küche hast. da bist du sicher froh, dass du das küchenthema dann doch endlich angegangen bist. hinterher ist immer gut. ich wünschte auch, wir wären schon einen schritt weiter ;). ganz liebe grüße in den sonntag, sabine

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  9. fein ! und als extra kann man sogar deine bilder vergrössern * hatte es bisher nie versucht *
    bon dimanche

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  10. Das die Kinder bei euch kleine Süßigkeiten bekommen, dass wusste ich gar nicht. In Berlin wandern die Kleinen auch mit ihren Laternen. Nur in der Gegend in der ich wohne, da sieht man sie eher weniger.
    Das Konzert war bestimmt richtig toll. Die Videos habe ich jedenfalls eben genossen.
    Ach was würde ich manches mal gerne in deiner Gegend wohnen. Dann käme ich auch zu werkeln.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. Guten Morgen Astrid,
    deine Woche war ja prall gefüllt.
    Gestern war bei uns im Ort auch der jährliche St. Martins Zug. Ich liebe diese Tradition. Ein Lichtblick, im wahrsten Sinne des Wortes, in dieser dunklen Zeit.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag
    Tina

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  12. eine schöne woche... das gemeinsame basteln und das foto in der dämmerung gefallen mir am besten! liebe grüsse...vom leman ..der sturm ist angesagt...

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  13. Ja, die Gänse haben sich bei uns vor 2 Wochen schon in den Süden aufgemacht. Wir haben sie beobachtet, ihnen wie immer eine gute Reise gewünscht und freuen uns jetzt schon darauf, sie im Frühling wieder begrüßen zu dürfen. St. Martin war leider hier verregnet, da wurden die Laternen in Tüten eingepackt. Hab einen schönen Sonntag,
    LG birdy

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  14. Gestern Abend hab ich es schon gesehen... Astrid, immer hochaktuell, schon Bilder vom Collagetreffen, kaum dass es vorbei ist! Hab an euch gedacht.
    Liebe Grüße Ulrike

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  15. Haha, ein bisschen mehr Rheinland ist gut für die Republik!
    Rischdisch!
    LG
    Henrike

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  16. Eine ereignisreiche Woche...wie immer...! Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie ich mit meinen Kindern die Laternen für den Martinsumzug gebastelt habe...Mittlerweile haben sich die Interessen verlagert...Ich habe als Mutter jetzt nicht mehr die Laterne und ein Kind im Arm...sondern das Programmheft der Oper auf dem Schoß...auch nett...;-). LG Lotta.

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  17. Der Martinstag incl. Laternenmasten und Martinsumzug begleitet mich schon sehr lange, seit der Große hier in Franken im Kindergarten war. Herrlich die Zeit des Laternen bastelns. Da kann man sich ja auch als Mutter noch mal kreativ einbringen...:-))
    Ein Kölscher Brauch sollte das also nicht sein, denn in München hat das genau so Tradition, wie hier. Mit Fasching hat es nichts zu tun.
    Schau mal, was ich dazu entdeckt habe...wenn du magst.
    http://www.infranken.de/ueberregional/martinstag-2017-entstehung-und-braeuche-wer-war-sankt-martin;art55462,3013155
    LG Sigrun

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    1. Tut mir leid, liebe Sigrun, die Traditionen des Rheinlandes bezüglich des Martinsabendes sind mit denen in anderen Gegenden nicht zu vergleichen ( es gibt sogar einen Antrag von rheinischen Martinsvereinen auf Anerkennung als Weltkulturerbe ). Ich selbst bin ja in den Sechziger Jahren aus dem mainfränkischen Einflussbereich ins Rheinland verzogen und kannte das Martinsfest nicht.
      Der riesige Bonner Umzug mit allen Schulen der Stadt, dem Reiter in Legionärsuniform und einem Gänsewagen sowie etlichen Musikkapellen, einer großen Martinstombola - mit lebendigen Gänsen & Enten als Gewinn - und dem großen Feuer am Schluss nach dem Martinsspiel und dem Weckmann- Teilen - waren völlig neu für mich. Und erst recht die Lieder! Hier gibt es etliche Lieder im ortsüblichen ripuarischen Dialekt, den hier auch kaum noch einer spricht, und nicht nur "Rabimmel, rabammel, rabumm". Nach dem Martinszug durfte man als Kind alleine mit anderen Kindern durch den Ort ziehen und hat dann bei Geschäftsleuten oder Nachbarn das Martinslied "De Hillige Zinter Märtes" gesungen und dafür Süßigkeiten oder Geld bekommen.
      Leider lassen das heutzutage viele Eltern nicht mehr zu, dass ihre Kinder alleine durch die Nacht ziehen bzw. importierte Halloweenbräuche haben das "Schnörzen" abgelöst ( was gar nicht fies & gemein war, wie beim Halloween ).
      Du siehst, da lasse ich nichts auf meine Wahlheimat kommen, da bin ich Antitraditionalistin mal ganz traditionsbewusst und lasse nichts auf meine Wahlheimat kommen!
      Ich freue mich ja, dass andernorts nun auch solche Laternen- oder Lichterfeste gefeiert werden. Aber die Enkelin in München fand das Erlebnis auch nicht vergleichbar mit dem im Rheinland geliebten Fest.
      LG

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    2. Das mir das wichtig ist, merkt man daran, dass ich mich wiederhole... :-D

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  18. Hallo Astrid,

    ich gebe Dir recht, der November mit seinen grauen und nassen Tagen ist schon eine rechte Herausforderung. Glücklicherweise bringen die bunten Farben der herabfallenden Blätter noch etwas Farbe ins Spiel.

    Ansonsten schaue ich mir gerne die Fotos aus den sonnigen Tagen an, die wecken wieder die Lebensgeister und lassen auf sonnigere Tage freuen ;)


    Ich grüße Dich
    Björn :)

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  19. Ja das war eine komplett triste unwirtliche Woche - schön, wenn man da noch Lichter findet und so nettes Beisammensein! Ich könnte mir allerdings nie vorstellen, im Beisein andrer kreativ zu sein, etwas Produktives zu machen. Heiszt nicht, dasz ich da nicht getne andern über die Schulter gucken würde...
    Bild 3 erinnert mit sehr an unseren Wahlsonntag, der war auch schon so.
    Dafür hab ich heut alle Begonienknollen hereingeholt, Schneeschauer liegen in der Luft.
    Eine freundlichere Woche wünscht Dir
    Mascha

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  20. ich hätte wohl wg "unpässlichkeit" auch beim collagetreffen absagen müssen... schön, dass ihr so kreativ wart und ja: schade, dass es die "kleine fabrik" nicht mehr in dieser form geben wird.
    liebe grüße
    mano

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  21. auch wenn es ein graue Novemberwoche war hast du sie doch recht bunt gestaltet
    ja.. St.Martin wird hier auch gefeiert
    mit Martin hoch zu Ross.. Blechmusik ..
    die Kindergärten und Schulen achten da auch auf Textsicherheit beim Singen ;)
    anschließend Marinsfeuer mit Weckpuppen für die Kinder.. Schmalzbrot und Glühwein für die Erwachsenen
    wärend meine Kinder früher noch mit der Laterne zu Nachbarn gezogen sind wird das wohl heute nicht mehr so gemacht ..
    finde ich auch schade..
    an Halloween sind sie ja auch alleine (in Gruppen zwar meist) unterwegs..

    liebe Grüße
    Rosi

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